Traditionsgasthaus Zum Tapferen Bayern seit 1890 125 Jahre fränkische Küche im Herzen von Erlangen - gegenüber dem Erlanger Rathaus
Nürnberger Straße 43, 91052 Erlangen



Traditionsgasthaus "Zum Tapferen Bayern" seit 1890

 

--- bei den Erlangern umgangssprachlich "Tapferer Bayer"   ---



Das Haus, damals mit der Hausnummer Nürnberger Straße 47 ½ (heute 43), wurde 1888 von dem Zimmermann, Johann Förtsch bereits zum Betrieb einer Gastwirtschaft konstruiert und gebaut. Der damalige „Bauträger“, ein gewisser Herr Hofmann, kaufte die Häuser dieser Zeile auf und verkaufte sie entsprechend weiter.

1890 bei Fertigstellung erwarb das Ehepaar Johann Michael und Babette Gugel (unsere Ur-/Urgroßeltern) das Haus.
Babette Gugel erlangte von der Stadt Erlangen die Schankerlaubnis und betrieb das Gasthaus selbst.
 
Nach dem Tod ihres Mannes und auf Grund der damals noch fehlenden Altersabsicherungen war Babette Gugel gezwungen, das Gasthaus weiter zu betreiben. Unterstützt wurde Sie nach dem Tod ihres Mannes, von ihrer ältesten Tochter Anna, unserer Ur-/Großmutter. Annas Ehemann, Konrad Lunz (Werkschutzleiter der Siemens Reiniger Werke), half am Abend nach Dienstschluss ebenfalls mit. Konrad Lunz, geboren in Weisendorf, stammte aus der Gastwirtschaft „zum goldenen Hirschen“, zu der damals noch eine Bäckerei gehörte.
Damals hatte der Tapfere Bayer noch kein Nebenzimmer; diese Fläche gehörte zum Wohnraum.
Anita Rohmer (geb. Lunz), unsere Mutter, erblickte 1924, im jetzigen Nebenzimmer der Gastwirtschaft, das Licht der Welt.
 
Während der Garnisonszeit gab es in Erlangen viele Gasthäuser. Die Namen der Gasthäuser, die wie Überlieferungen sagen - von Amts wegen vergeben wurden -, erinnern noch heute daran.
In Zeiten des Krieges wurden im Tapferen Bayern und natürlich auch in den umliegenden Gastwirtschaften mit Lebensmittelmarken bezahlt.  Das Bier wurde literweise über die Schanktüre verkauft. Einfaches Essen wurde genossen. Stammtische wurden gepflegt und die Erlanger rückten zusammen.
 
Trotz der großen Anzahl an Gastwirtschaften, war Konkurrenz kein Thema.
 
Das beweisen alleine schon die Jugendfreundschaften unserer Mutter, Anita Rohmer (geb. Lunz) zu den damaligen Töchtern und Söhnen der verschiedensten Erlanger Gastronomiefamilien, die ein Leben lang hielten.
 
Nach dem Krieg entschlossen sich unsere Großeltern das Gasthaus nicht mehr selbst zu betreiben. Seit dieser Zeit hatte das Gasthaus die verschiedensten Pächter. In den Siebzigern wurde es der Zeit entsprechend umgebaut; d.h. der Stil der Jahrhundertwende, dunkles verziertes Holz verschwand und wurde in gerade Formen und helles Holz verwandelt. Das Ehepaar Franz und Betty Gimberlein, ebenfalls aus Weisendorf stammend, übernahm bis zu ihrem wohlverdienten Ruhestand, 33 Jahre lang, den Tapferen Bayern.
Franz und Betty Gimberlein waren nicht nur ein Gastwirtehepaar im Tapferen Bayern, sondern eine Institution in Erlangen. Sie haben uns und wir ihre Kinder aufwachsen sehen und wir sind durch einige Höhen und Tiefen des Alltags gemeinsam gegangen.
Wir danken Ihnen für die lange und vertrauensvolle Zeit.
 
Nach dieser Periode wurde eine Renovierung notwendig.
Gemeinsam mit unseren Eltern, entschlossen wir uns das „Gasthaus zum tapferen Bayern“ wieder im alten Stil – nach alten Bildern und der Erinnerung unserer Mutter, zu gestalten. Gemeinsam mit Herrn Wels (Erlanger Bauhandwerker Union) gestalteten wir das Gasthaus neu. Eine Kernsanierung stand an. Unsere ebenfalls langjährigen Handwerksfirmen waren natürlich mit von der Partie. Bad & Heizung Dreyer, Fliesenleger Weinicke, Schreinerei Reif, Kältetechnik Hilbinger, Firma Göbel und viele mehr. Wie wir finden, ist es uns sehr gut gelungen.
 
Auch die Brauereien wechselten. 75 Jahre lang war die „Henninger Reifbräu“ der Bierlieferant des Gasthauses. Nachdem diese von der Patrizier-Bräu aufgekauft wurde, blieben wir noch eine Zeit lang bei dieser Brauerei, bis wir zu Kitzmann wechselten.
 
Seit 1998 ist das Gasthaus brauereifrei. Ein paar Jahre lang lieferte alleinig die Kulmbacher Brauerei die verschiedensten Biere. Um der Vielfalt der Brauereien in unserem schönen Frankenland Rechnung zu tragen, werden im Tapferen Bayern die verschiedensten Biersorten angeboten. Für Bierkenner ist das eine  Gaumenfreude.  Es ist für jeden etwas dabei. Dies erkennen nicht nur die echten Bierkenner sondern auch diejenigen, die nur ab und zu ein Bierchen trinken.
 
Tradition und die Erinnerung an vergangene Zeiten und den dazu gehörigen Geschichten, die uns Großeltern und Eltern erzählt haben, zu erhalten ist uns wichtig -  auch wenn man dazu manches Mal beschwerliche und unübliche Wege gehen muss.
 
Anfang des Jahres 2008 haben uns dringend notwendige und unabwendbare Baumaßnahmen eingeholt. Die komplette Hauptkanalisation bis hin zur Mitte der Nürnberger Straße, samt Schächten, musste ausgetauscht und umgebaut werden. Hierzu wurde der komplette Hinterhof von Hand aufgegraben, da man mit „schwerem Gerät“ nicht auf unser Grundstück kommt, ohne das Fachwerkhäuschen und damit das Flair des Hinterhofs zu beschädigen.
Im Zuge dessen haben wir den kompletten Hinterhof, der als Biergarten genutzt wird, renoviert. Wie wir finden ist er, auch Dank der Firmen Baier Rohrreinigung, Mauss Bau Erlangen sowie Baustoffe Schlemmer, richtig schnuckelig geworden. An dieser Stelle ebenfalls ein Lob und unser Dank an alle Beteiligten!

Von Anfang bis Mitte des Jahres 2014 war das Gasthaus geschlossen. Wir nutzten die Zeit, um Reparaturen am Fachwerkhäuschen im Garten durchführen zu lassen sowie der Fassade und dem Gastraum ein neues Gesicht zu geben.

Seit dem 1. August 2014 wird im "Tapferen Bayern" wieder die fränkische/regionale Küche angeboten.


Wir wünschen allen Gästen - entspannte, genussreiche und fröhliche Stunden im Tapferen Bayern mit der Biervielfalt aus Franken.

 
 
 
Barbara Seifert    Elisabeth Rohmer   Alexander Rohmer



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