Traditionsgasthaus Zum Tapferen Bayern seit 1890 125 Jahre fränkische Küche im Herzen von Erlangen - gegenüber dem Erlanger Rathaus
Nürnberger Straße 43, 91052 Erlangen
Nuernberger Strasse 45/Werner Lutz


Die beiliegenden Fotos hat uns unser Nachbar, Herr Werner Lutz, zur Verfügung gestellt.
 
Das Haus (damals Nr. 34) mit der Nummer 45 hatte einen kleinen Laden, in dem der Hausbesitzer, Herr Hans Pechtl, also der Großvater von Werner, seine Schneiderei inkl. Stoffverkauf betrieb.

Elisabeth, die Tochter von Herrn Pechtl – und Mutter unseres Nachbarn Werner, war mit unserer Mutter, Anita Rohmer, eng befreundet. Diese Freundschaft hielt ein Leben lang.

Meine Schwester Barbara erinnert sich, dass sie immer mit dem Roller von Werner fahren durfte; sie bekam keinen (unsere Oma meinte, dass man davon "Plattfüsse" bekommen würde). Ein Foto zeigt Werner mit dem Fahrrad (schätzungsweise hatte in diesem Moment meine Schwester seinen Roller….)

Ich kann mich erinnern, dass in dem Haus ein Tabakladen mit anschließender Wohnung war, den die Mutter meiner langjährigen Freundin Doris betrieb.

Hinter dem Haus war der Garten von Frau Pechtl, der wie ein Schlossgarten angelegt war. In der Mitte befand sich ein Rondell um das ein Weg herum führte. Die Beete waren ebenfalls säuberlich abgesteckt. Meine Freundin Doris und ich liefen oft dort durch den Garten – unter strenger Beobachtung von Frau Pechtl, damit wir keine Blumen beschädigen. Blumen haben wir nicht beschädigt, jedoch haben wir uns ab und zu an den Johannisbeeren bedient, die hinten am Zaun hochgeklettert sind. Frau Pechtl hat nichts gemerkt – zumindest hat sie nichts gesagt…… :-)

Nach einem Umbau in den 80ziger Jahren wurde der Laden vergrößert, d.h. die dazu gehörige Wohnung fiel weg und das gesamte Erdgeschoß wurde in ein Ladengeschäft umgebaut. Zu erst war dort eine Metzgerei/Bäckerei. Heute befindet sich dort die Bäckerei Fuchs mit Cafe.

Ebenso wie unsere Eltern, haben wir ein sehr gutes nachbarschaftliches Verhältnis.
Etwas, was in der heutigen Zeit, die oftmals gerade in den Innenstädten von Anonymität geprägt ist, selten geworden ist.
 
Elisabeth Rohmer