Traditionsgasthaus Zum Tapferen Bayern seit 1890 125 Jahre fränkische Küche im Herzen von Erlangen - gegenüber dem Erlanger Rathaus
Nürnberger Straße 43, 91052 Erlangen

Gedicht von Paul Berk, Berlin

über die Erlanger Gastronomie

veröffentlicht im Erlanger Tagblatt 1956
 

Das demokratische Erlangen


 
Nach fast tausendjähriger Dynastie
erfreut sich jetzt Deutschland der Demokratie.

Besonders Erlangen im Frankenland,
wird demokratische Hochburg genannt.

Trotzdem gehn heute in manchem Haus
noch Kaiser und Könige ein und aus.

Der "Kaiserhof", er eröffnet den Reigen,
er kann uns den "Kaiser Wilhelm" zeigen.

Ein "Deutscher Kaiser", er schaltet sich ein,
darum singt die "Marxei" noch die "Wacht am Rhein".

Auch "Kaiser Friedrich" gehört mit dazu,
er wird oft gefeiert in "Jägersruh".

Wer weinen noch will um "Hohenzollern",
der lasse "Zur Burg" Krokodilstränen kollern.

"Germania" steht auch in jedem Falle,
zur "Deutschen Flotte" und "Feldherrenhalle".

"Gambrinus", "Drei Rosen" und "Drei Husaren"
Quartiere des "Maximilian" waren.

In "Wilhelmshöhe", im "Deutschen Haus",
da gab der "Markgraf" manch köstlichen Schmaus.

Auch Könige, Fürsten gibts allemal,
im schönen Erlangen in stattlicher Zahl.

Im Dreikönigsgäßlein, schmal und fein,
da zogen schon einst die "Drei Könige" ein.

"König Ludwig" gedenkt man bei mancher Feier,
denn er war bekannt als "Tapferer Bayer".

Nicht weit entfernt vom Markgrafenschloß
wohnt "König Otto", der Bayernsproß.

Einen "Reichsadler" gibts aus purem Gold,
und es fehlt auch nicht "Prinz Leopold".

Sogar "König Humbert", aus fremden Land -
ist, wie auch "Graf Moltke", hier stadtbekannt.

"Fürst Bismarck", genannt der Eiserne Kanzler,
ziert "Goldener Helm" und "Silberner Panzer".

Zum Schluß "Prinz Heinrich" dann noch zu zeigen,
mit "Preußischem Adler" beschließt er den Reigen.

Trotz Tradition ruft man spät hier und früh,
hoch leb' in Erlangen die Demokratie!